Das Dreieck der Gesundheit

Hier stelle ich einige Gedanken zur Entstehung von Gesundheit und Wohlbefinden dar.

Ganzheitliche Betrachtungen zur Enstehung von Gesundheit

Die Entstehung und Aufrechterhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden kann aus meiner Sicht nur in ganzheitlicher Weise betrachtet werden.

Verschiedene Wirklichkeitskonstruktionen

Mir liegt es am Herzen, auch hier auf die Auswirkungen unserer Wirklichkeitskonstruktion hinzuweisen. Die Art und Weise, wie wir Gesundheit verstehen, führt zu umfangreichen Veränderungen in Gesellschaft, Kultur und persönlichen Welten. Sie beeinflusst individuelle Selbstfürsorge, als auch die Fähigkeit uns mit den Problemen unserer Mitmenschen zu beschäftigen. Insbesondere auch die Art und Weise, mit der wir (und auch ich) Menschen mit gesundheitlichen oder befindlichen Problemen behandeln. Wie wir zu Problem und Lösung beitragen.

In einer pathogenetischen Wirklichkeitskonstruktion achten wir auf das, was krank macht. Krankheiten, bzw. Krankheitsauslöser müssen erkannt und minimiert werden und/oder verschwinden und Gesundheit definiert sich hier über die Abwesenheit von Krankheit. Dies entspricht einer problemorientierten Sichtweise, welche durch eine Bewegung "weg von" gekennzeichnet ist.

Bereits die Weltgesundheitsorganisation definierte: „Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ (WHO).

Diese Definition leitet bereits zur salutogenetischen Sichtweise hin. Hier betrachten wir die Aspekte, welche Gesundheit hervorbringen und fördern können. Wir konzentrieren uns auf die Entstehung von Gesundheit und welche Ressourcen dazu betragen können. Dies entspricht einer lösungsorientierten Sichtweise, die uns zu einem "hin zu" führen kann.

Moderne Psychotherapie und Coaching nutzen meist eine Kombination aus beiden Sichtweisen.

Gesundheit entsteht jeden Tag von Neuem

Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, welche Krankheit entstehen lassen: "zu wenig von dem, was nährt und nützt und zuviel von dem, was schadet und zehrt". (W. Büntig)

Umgekehrt: Gesundheit und Wohlbefinden enstehen und werden bewahrt, wenn es genügend Dinge im Leben gibt, die uns nähren und nützen. Und wenn diese ausreichen, um das aufzuwiegen, was zehrt und schadet.

Nicht alles, was uns schmeckt, macht auch wirklich satt.

Mind, Brain, Relations

 Hier folge ich gerne der Betrachungsweise von Daniel Siegel, der das "Dreick der Gesundheit" beschrieben hat.

Das Dreieck der Gesundheit aus Gehirn Geist Beziehungen

Mind = Geist

Der Geist ist die Summe aller Funktionen, welche Informationen bearbeiten und vermitteln.

Also eben unsere Art und Weise Informationen und Einflüsse zu verarbeiten. Auch hiermit sind nicht nur die Informationen gemeint, die von Außen kommen, sondern auch die Signale und Informationen, die wir aus unserem Körper erhalten. Hier ist auch der Sitz unserer Wirklichkeitskonstruktionen und unseren Wissens.

Auch die Art und Weise, welche Gedanken wir über uns und andere herstellen, welche Sichtweise wir den Handlungen unserer Mitmenschen unterstellen, das was wir in der Psychotherapie als den Prozess des Mentalisierens verstehen.

Brain = Gehirn

Gehirn beschränkt sich nicht auf das tatsächliche Gehirn, sondern bezieht den ganzen Körper und körperliche Aspekte mit ein.

Hierzu gehört also auch der Umgang mit unserem Körper, Sport und Bewegung, Ernährung. Die körperlichen Aspekte.

Relations = Beziehungen

Alle unsere Beziehungen zur Mitwelt.

Nicht nur die Beziehungen die wir haben, sondern auch die Art und Weise, wie wir Beziehungen führen. Nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität unserer Beziehungserfahrungen. Und nicht nur unsere aktuellen Beziehungen spielen hier eine Rolle, sondern vor allem auch alle bisher geführten und erlebten Beziehungen. Diese wirken sich wiederum stark auf unseren Geist aus, da sie die Art und Weise der Verarbeitung stark beeinflussen können.

Self-Inquiry

Betrachten Sie diese Bereiche Ihres Lebens und stellen Sie eine Inventur für die verschiedenen Bereiche auf. Wo nähren Sie Sich selbst und Andere, wo zehrt es an Ihnen und Ihren Mitmenschen. Was sind Ihre Ressourcen und was sind Ihre Kosten im tagtäglichen Leben.