Anpassungsstörungen bei Lebensereignissen

Unter den Anpassungsstörungen subsummiert man

verschiedenste Symptome, die auf eine nicht gelungene (oder eben noch nicht abgeschlossene) Anpassung an belastende oder einschneidende Lebensereignisse.

Es ist also etwas im Leben geschehen und als Reaktion darauf haben sich Symptome ausgebildet. Manchmal kann man den Zusammenhang selbst nachvollziehen, manchmal aber auch nicht. Dann gilt es, sich auf die Suche nach möglichen Auslösern eines solchen Geschehens zu machen.

Kritische Lebensereignisse sind meiner Meinung nach immer nur als Auslöser - nicht als Ursache zu verstehen. Die Ursache der entstehenden Symptomatik liegt in der Verarbeitung und Deutung des Ereignisses und in den Möglichkeiten, die der Betroffene für den Umgang damit hat.

Entsprechend liegt das Augenmerk in der Psychotherapie von Anpassungsstörungen zunächst darauf zu erkennen, wie die je persönliche, individuelle Bearbeitung und Deutung bisher geschehen ist. Im Anschluss daran versuche ich normalerweise mit Ihnen gemeinsam, mögliche Bedeutungsalternativen für Ihr Leben zu erarbeiten. 

Hierbei sind Elemente der systemischen Beratung und Psychotherapie, der Körperpsychotherapie hilfreich, um den eigenen Bedeutungshorizont zu erweitern, den Sinn hinter dem Geschehenen zu erkennen und die einhergehenden Gefühle körperlich zu integrieren. 

Denn: Kritische Lebensereignisse sind - so schwer sie auch sein mögen - eine Aufforderung des Lebens an den Menschen sich zu ent-wickeln, weiter zu gehen, die eigene Welt wieder aktiv passend zu machen.