Spirituelle Krisen

Der Begriff der Spirituellen Krise wurde erst in den späten 70er Jahren geprägt. Er lebt immer noch am Rande der Gesellschaft und hat auch in der Welt der Psychotherapie und Psychiatrie m.E. eine nur randständige Bedeutung.

 

Zentral ist der Verlust oder die massive In-Frage-Stellung des eigenen Weltbildes oder Glaubens; ausgelöst durch ein oder mehrere, sukzessive Ereignisse.

Diese Ereignisse können u.a. sein:

  • Außergewöhnliche Meditationserfahrungen
  • Außergewöhnliche Körpererfahrungen durch Yoga, QI-Gong
  • Erfahrungen in außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen, unabhängig von deren Auslösern
  • Drogenerfahrungen, insbes. halluzinogene Substanzen, MDMA
  • Spontane Bewusstseinspänomene, Epiphanien, Gipfelerlebnisse
  • Ekstatische Erfahrungen
  • Alpträume, Träume, Grenzerfahrungen

Die gemachten Erfahrungen sind in ihrer Auswirkung auf das eigene Weltbild u.U. schwerwiegend, so dass es den Betroffenen nicht gelingt, sie zu integrieren. Unter Umständen geht die Fähigkeit verloren, mit dem Alltag und seinen Aufgaben zurecht zu kommen.

Die Auswirkungen einer spirituellen Krise sind bunt und können alle Formen psychischer und körperlicher Symptomatik einnehmen.