Gehmeditation

Gehen und Atmen – das ist etwas, was Jeder von uns kann und tagtäglich tut. Selten jedoch ist, dass wir uns darauf konzentrieren.

Gerade zu Beginn einer Achtsamkeitspraxis kann die Gehmeditation ein guter Einstieg in die Welt der Konzentrationsübungen darstellen.

Achtsames Gehen kann überall praktiziert werden: auf dem Weg zur Arbeit, in einem Zimmer, in der Natur, im Supermarkt.

Die Regeln sind einfach: konzentrieren Sie Sich auf Ihr Gehen und auf Ihren Atem.

Achten Sie darauf wie der Kontakt ihrer Füße zum Boden ist, wie sie diesen gestalten. Wie sicher erscheint Ihnen der Boden? Was geschieht, wenn Sie bewusst ihr Gewicht an die Erde abgeben?

Es gibt keine Vorschriften, allerdings kann es helfen zunächst langsam zu laufen. Manchmal auch, so langsam, wie nur möglich.

Die absolute Verlangsamung kann helfen die Aufmerksamkeit zu Fokussieren und den normalerweise unbewussten Bewegungsablauf in seinen Einzelschritten genauer zu erfahren.

Wie bei allen gegenstandbezogenen oder objektorientierten Meditationen geht es darum uns in der Konzentration zu Üben. Unsere Aufmerksamkeit und unser Bewusstsein auf ein bestimmtes Ding oder Tun zu richten, um dadurch dem unruhigen „monkey-mind“, den immer wiederkehrenden Gedanken zu entkommen und im Moment zu verweilen. Sich mit dem zu beschäftigen, was unter dem Begriff „Hier und Jetzt“ zusammengefasst werden kann.

Ein weiterer Effekt der Gehmeditation ist, dass Sie unsere „Erdung“, sowie unsere Begründung im eigenen Körper unterstützt.

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Gedanken, Ihre Aufmerksamkeit sich wieder einmal mit etwas anderem beschäftigen, dann versuchen Sie immer wieder sich und Ihren Bewusstseinsfokus sanft und wohlwollend auf das Gehen und Atmen zurück zu holen.

Helfende Worte: um den Geist weiter zu fokussieren und gleichzeitig positive Affirmationen zu nutzen können Sie z.B. eine einfache Wortabfolge immer wieder vor sich hin sagen oder denken:

„Ich bin angekommen“ – „ich bin zu Hause“ – „im Hier“ – „und Jetzt“

li. Schritt – re. Schritt – li. Schritt – re. Schritt.

Wie immer bei den Übungen gilt: die Anweisungen sind recht einfach und dürfen in vielen Punkt oft auch variiert werden. Zentral ist die Übung der Konzentration und Sanftheit im Umgang mit sich selbst, sowie die Fähigkeit bei einer Übung zu bleiben und das während ihr Erlebte zu verarbeiten und zu Bewahren.

Und vor Allem: ich wünsche Ihnen auf Sich Selbst neugierig zu sein und Spass daran zu haben, wenn Sie neue Dinge austesten! Spielerischer Ernst ist angesagt!